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Cecelia Ahern - Für immer vielleicht


Inhalt:

Gegen Alex und Rosie sind Harry und Sally Waisenknaben. Denn die beiden Verliebten kennen sich seit ihrem sechsten Lebensjahr -- und können doch, so scheint es, wie die Königskinder nicht zueinander finden. Zuerst siedelt Alex mit seinen Eltern von der grünen Insel nach Amerika über, dann verhindert die Schwangerschaft von Rosie, dass sie ihm folgt. Dann heiratet Alex, und als er wieder frei ist für die große Liebe, ist Rosie verheiratet. So bleiben ihnen eigentlich nur Emails, Chats und SMS-Nachrichten, um das zarte Band der Liebe nicht zerreißen zu lassen. Und dann steht plötzlich ein Mann vor Rosies Tür. „Und nun, als die magische Stille sie nach so vielen Jahren erneut einhüllte, konnten sie nichts weiter tun als einander anschauen“, heißt es in Cecilia Aherns Roman Für immer vielleicht: „Und sie lächelten.“

Rezension:

Als Brief-, Mail- und Chatroman beschreibt die junge irische Autorin Cecilia Ahern die Geschichte von zwei besten Freunden. Die beiden, Rosie und Alex, waren schon in der Schule dicke Freunde, und sollen es bleiben… Der Kontakt der beiden reißt nie ab: Auch nicht, als Alex nach Boston geht, und Rosie ungewollt schwanger wird. Beide heiraten, beide sind die jeweiligen Trauzeugen des anderen, beide werden nicht glücklich. Die originelle, sehr zeitgemäße Form der Kommunikation in der Freundschaft ist als Basis ideal für ein Hörspiel. Serotonin hat mit überzeugenden Stimmen und passender musikalischer Untermalung eine interessante ‚Entwicklungsgeschichte’ mit ganz und gar nicht kitschigen Liebesroman-Anleihen inszeniert. Ohne spektakuläre Effekte -- das scheint sich zum Markenzeichen des Berliner Duos Mari-Luise Goerke und Matthias Pusch zu entwickeln -- hat Serotonin das Auf und ab von zwei Menschen in Szene gesetzt, die sich lange umkreisen, verfehlen und sich schließlich mit 50 dann doch finden. Rosies und Alexs E-Mails und Chats werden immer von der gleichen Musik begeleitet. Auch ohne dieses Leitmotiv wären die beiden Sprecher -- Simone Kabst als Rosie und Andreas Petri als Alex -- so gut, dass man die Geschichten der beiden mit echter Spannung verfolgt. Obwohl es sich natürlich nicht um ‚echte’ Dialoge handelt, werden die Parts dennoch überzeugend und lebhaft gesprochen! Überhaupt sind die Sprecher sehr gut gewählt. Absolut brillant auch: Franziska Roloff als Ruby.
23.8.07 14:37
 


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